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Offizielle Einweihung des Ami Melly Knderhauses

OB Burchardt: „Wir sind intensiv dabei, neue Lösungswege zu entwickeln. Wir werden so lange bauen bis jedes Kind in Konstanz einen Kita-Platz bekommt."



© Stadt Konstanz

Drei Geschosse mit einer Außenfassade aus Weißtanne, lichtdurchflutete Räume mit modernem Sichtbeton und viel Holz sowie ein abwechslungsreicher Außenbereich stehen den rund 80 Kindern der Einrichtung zur Verfügung. 2013 wurde der Planungswettbewerb ausgerufen, nach dem Abriss des alten Gebäudes stand im Juli 2016 der erste Bagger auf dem Gelände. 4,5 Mio. Euro kostete der Bau, der zum Großteil von der Stadt finanziert wurde.

Das evangelische Kinderhaus ist ein Zusammenschluss des Petrus- und des Pauluskindergarten, deren Gebäude baufällig geworden waren. Leiterin Ute Kuhn erinnerte in ihrem Grußwort an das Abschiednehmen von den alten Kindergärten und den Umzug in das neue Haus: „Wir waren gut auf den Wechsel vorbereitet und haben versucht, das Alte und Neue gut zu mischen". So seien viele alte Möbel im neuen Kinderhaus weiterverwendet worden. Mit der Zusammenführung der Teams beider Einrichtungen habe man bereits früh begonnen, berichtete die Leiterin, durch die Offenheit und die gemeinsamen Ziele sei diese geglückt. Das Kinderhaus steht auf vier Säulen: Einem evangelischen Profil, der Sprache - insbesondere durch die Teilnahme am Bildungsprojekt Sprach-Kita -, der Waldpädagogik und dem Leben der Vielfalt durch die verschiedensten Sprachen, Kulturen und Lebenslagen.

 

Bis jedes Kind in Konstanz einen Kita-Platz bekommt

OB Uli Burchardt betonte besonders die gute Zusammenarbeit mit den freien Trägern, das sehr gute Niveau in der Kinderbetreuung sowie die 350 neu geschaffenen Kindergarten-Plätze seit 2012. 90% der Kinder bekamen in diesem Jahr einen Platz in der Wunsch-Kita, aber Ziel sei es, auch die anderen 10% bestens zu versorgen. „Wir sind intensiv dabei, neue Lösungswege zu entwickeln. Wir werden so lange bauen bis jedes Kind in Konstanz einen Kita-Platz bekommt", resümierte OB Burchardt, insbesondere da die Geburtenentwicklung in Konstanz positiv verlaufe. Schon heute hat Konstanz die zweithöchste Betreuungsquote verglichen mit anderen Städten in Baden-Württemberg.

Der Haussegen der evangelischen Einrichtung wurde von Pfarrerin Christine Holtzhausen gesprochen. Außerdem ging sie auf die Namensgebung nach Ami Melly ein, einem evangelischen Uhrenfabrikanten aus Genf, der 1780 in das katholische Konstanz kam um Arbeitsplätze zu schaffen. Er forderte die Religionsfreiheit und gründete nach 240 Jahren erstmals wieder eine evangelische Gemeinde in Konstanz. „So wie Ami Melly damals aufgebrochen ist und neues, evangelisches Leben in die Stadt gebracht hat, brechen auch die Kinder dieses Hauses auf zu ihrem eigenen Lebensweg". Die Füße im Logo des Kinderhauses sollen diesen Aufbruch dabei nochmals thematisieren.

Im Anschluss an die zahlreichen Wortbeiträge lud das Ami Melly Haus zu Speis und Trank, Führungen durch das Kinderhaus, sowie Aufführungen, Tombola und Spiele am Nachmittag.

 



Zuletzt aktualisiert am: 13.06.2018

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